25.06.2014 12:18

Peugeots neuer Retroscooter Django 125


Peugeot ist die älteste noch immer produzierende Zweiradmarke der Welt. Seit 1899 wurden im Hause Peugeot Zweiräder produziert. Die bevorstehende 115-Jahr-Feierlichkeit soll groß im Hause Peugeot gefeiert werden. Und was liegt da näher, als ein neues Modell auf den Markt zu bringen. In Anlehnung an den S57 aus den späten 1950ern wurde die Django 125 entworfen. Vielleicht hat das Modell für den Einen oder Anderen im ersten Moment, für die heutige moderne Zeit, doch ein eher veraltetes Aussehen, aber hey, der Retro- bzw. Vintage-Style zeigt sich auch unter den Zweirädern. Nach anfänglichem Kopfschütteln oder ungläubigem Staunen weicht die Skepsis doch meist sehr schnell.

Auf den zweiten Blick macht der Django 125 einen soliden und qualitätsvollen Eindruck. Der Scooter kommt in 4 Modellen mit unterschiedlichem Ausstattungsumfang und eigenem Charakter auf den Markt. Durch die große Ausstattungsvielfalt z.B. bei den 24 erhältlichen Farben, den vier Motorvarianten, den wahlweisen Detailoberflächen wie z.B. matt gebürstet oder chrom, den verschiedenen abgesteppten und vernähten Sitzbänken, welche jede Modellinie individuell vorweisen kann, entsteht eine unglaubliche Anzahl von Kombinationsmöglichkeiten. In der Zahl: 118.000. So kann sich jeder seine eigene, individuelle Django 125 zusammenstellen.

Die "Sport" Reihe ist besonders stimmig und gelungen. Mit ihr wollte man das Rennflair der 50er wieder aufleben lassen.
Die zweite Modellinie ist "Heritage", sie ist die Basisreihe.
Mit der "Evasion" Linie sind Zweifarbenlackierungen und Front-Gepäckträger erhältlich.
Die vierte Modellreihe ist "Allure", dies ist die Premiumserie de´luxe. Sie erscheint mit einem 34-Liter-Topcase, Weißwandreifen, Flyscreen und Mehrfarbenlackierung auf den Markt.

Die ersten Modelle sollen noch im Herbst 2014 auf den Markt kommen. Die Preisgestaltung liegt in der Heritage-Grundversion bei 3299 Euro. In den Modellreihen "Sport" und "Evasion" muss man 3499 Euro zahlen und der komplett ausgestattete "Allure" soll 3600 Euro kosten.

Da hat Peugeot mit dem Django 125 Modell einen flotten Retroroller gezaubert. Da bleibt zu hoffen, dass die Modelllinie in Deutschland mit allen Farben und den vielen Kombinationsmöglichkeiten erhältlich ist.

Unser günstiger Onlineshop wird den Django in Deutschland im Auge behalten und das Sortiment für das Peugeotmodell bei Bedarf aufstocken.



 

11.06.2014 19:57

Erst verschmäht, dann geliebt


Oder erst Flop, dann top. Innovative bzw. ausgefallene Bikes verschwinden oftmals zunächst sang- und klanglos vom Markt. Jeder Hersteller von Roller, Scooter, Motorräder aber auch von Autos, war schon in der Situation, dass man sich bewusst wurde, dass das mit der Innovation so eine Sache ist. Wenn auch oft diese dafür Sorgen, das ein Produkt der "Renner" wird, so ist es auch oftmals der Fall, das es nicht angenommen wird. Zum einen ist es der Zeit geschuldet, die noch nicht so weit ist für das neue Modell, oder aber die Produkte waren zu teuer. Es kam aber auch schon vor, das ein Modell durch Marketingstrategien falsch auf dem Markt positioniert wurde. Die Produktion wurde dann meist beendet.
Wie es aber oft so ist, was damals verschmäht wurde, wird heute gesucht und geliebt.


Ein Beispiel ist der Motoroller C1, den BMW im Jahr 2000 auf den Markt brachte. Mit seinem kabinenähnlichem Dach und der optisch etwas eigentümlichen Konstruktion musste der Scooter damals viel Häme und Spott über sich ergehen lassen. Hier war der hohe Preis von knapp 10.000 D-Mark der Grund, dass der C1 nicht so angenommen wurde, wie es BMW sich erhofft hatte. Auch der verbaute 11 kW, somit 15 PS starke Einzylinder-Viertaktmotor mit 125 ccm von Rotax konnte nicht punkten. 2001 wurde dieser mit einem 176 Kubik Aggregat erweitert und bescherte dem Roller von BMW 18 PS.
Auch mit der K1 machte sich BMW damals keine Freunde. Dieses Modell wurde damals ebenfalls abgelehnt. Das kantige Design, die knallige Lackierung mit einem signalgelb, rot oder blau sowie der tief ins Rad gezogene Frontfender passte so gar nicht in das damalige Portfolio von BMW. Konservative, teils biedere BMW-Kundschaft lehnte den Roller im Jahr 2000 kategorisch ab. Damals wollte sie keiner, heute wird man angesprochen und ist auf Motorradtreffen für einige der König.


Aber nicht nur bei BMW wurden Modelle anfangs verschmäht. Auch bei der bekannten Marke Harley Davidson gab es Ablehnungen für einige Modelle. Geschuldet war es der damaligen Zeit. Die Motorradfahrer waren noch nicht so weit, in der Harley das beliebte Modell zu sehen, das es heute ist. In den 70er Jahren entwarf der frischgebackene Chefdesigner Willie G. Davidson, die im sportlichen Stil gehaltene XLCR 1000 fast in Eigenregie. Die Gussräder, die sportive Cockpitverkleidung, die doch auffällige Auspuff - Führung und das langezogene Heck unterschied sich stark von den bisherigen Modellen, die die US-Marke in ihrem Programm führte.
Auch die Farbe war zu damaliger Zeit und Modellen gewagt. Das V2-Bike wurde komplett in schwarz hergestellt. Die Resonanz war, dass gerade 3233 Exemplare die Werkshallen verließen. Viele Jahre verstaubten viele Teile der XLCR bei den Händlern oder wurden für andere Modelle umgebaut. Die wenigen Fahrer, welche heute noch eine XLCR von Harley Davidson  ihr Eigen nennen dürfen wissen, das sie einen der seltenen und teuren Exoten besitzen. Für gut erhaltene Exemplare im Originalzustand werden heute um die 15000 Euro gezahlt.


Wie man erkennen kan, gibt es immer Platz für Innovationen und richtungsweisende Entwicklungen. Sie müssen nur in die jeweilige Zeit passen und auf dem Markt platziert werden. Und wenn ein neues Modell heute noch belächelt wird, kann es ganz auch schnell einen Kultstatus erreichen.