15.08.2014 10:02

Kreuzungen - der wohl gefährlichste Bereich für Zweiradfahrer


Und wieder grüßte mich das Murmeltier, zwar nicht täglich, aber doch immer öfter. Als ich mit meinem Roller unterwegs war und in einen Kreuzungsbereich einfahren bin, hat mir doch wieder jemand die Vorfahrt genommen. Allerdings habe ich mit der Nachlässigkeit anderer gerechnet, so war ich doch drauf vorbereitet, dass der nette Autofahrer auf die Hauptstraße auffährt.

Zur Situation: Ich fahre auf der Hauptstraße, links mündet eine Nebenstraße, aus der ein Auto kommt. Der PKW hielt an, ich sehe, wie der Autofahrer nach links und rechts schaut, hoffe er hat mich gesehen und bleibt stehen. Allerdings trat wieder mein Leitspruch: Rechne mit der Nachlässigkeit der Anderen, ein. Der Autofahrer fuhr auf die Hauptstraße. Da ich drauf vorbereitet war, ist nichts weiter passiert, bis auf eine Schrecksekunde und die gab es nicht nur für mich. Der Autofahrer hielt dann an und wir unterhielten uns. Er meinte, er hätte mich nicht gesehen. In einem netten und längeren Gespräch stellte sich dann heraus, das die B-Säule daran schuld war. Eventuell auch die Kopfstütze vom Beifahrer. Er gab auch zu, vorher nicht genau den Straßenverlauf beachtet zu haben, da die Nebenstraße doch einen recht freien Blick auf die Hauptstraße hatte. So hat er erst als er an der Hauptstraße stand geschaut, um nach links abzubiegen ob alles frei wäre. Und da haben wir uns fast getroffen. Ich denke, der Autofahrer ist ab jetzt vorsichtiger und versucht, doch rechts und links an der B-Säule vorbei zu schauen.

Als ich zu Hause war, hat mich die Situation doch nicht so ganz in Ruhe gelassen und ich habe mit meinem Mann und unserem Auto das noch mal Selbst überprüft und die B-Säule ist doch öfter im Weg, als es mir bisher bewusst war. Man muss sich schon Richtung Lenkrad vorbeugen oder versuchen an ihr hinten vorbei zu schauen. Nun kann man die B-Säule ja schlecht entfernen. Daher hofft man als Roller-, Scooter- oder Motorradfahrer, das die Autofahrer in ihrem Rundblick die B-Säule oder auch die Kopfstütze mit in Betracht ziehen. Bei unserem kleinen privaten Test störte auch hin und wieder die A-Säule. Dies war mir als Autofahrer auch nicht so bewusst. Unbewusst hat man sicher schon versucht, daran vorbei zu schauen. Leider kann man die Zweiradfahrer nicht breiter machen, da bleibt mir zu hoffen, das viele Scooterfahrer, welche auch Autofahrer sind den Blog hier auf www.Scooterkay.de lesen und sich die Sichtabschattung für Zweiradfahrer bei der nächsten Autofahrt bewusst machen. Auch wir Rollerfahrer sollten dies bei unserer nächsten Fahrt ins Gedächtnis rufen, wenn wir auf einen Kreuzungsbereich zu fahren.



 

31.01.2013 12:31

Schulterblick - Das Grauen der Fahrschüler

Heute widmen wir uns mal einem Thema, das vielen von und sicher im Nachhinein ein Lächeln auf das Gesicht zaubert, was aber auch gleichzeitig ein Grauen für viele von uns war, der Schulterblick.
Wir kennen ihn alle aus der Fahrschule, und wir haben ihn alle x-mal vergessen. Das gilt sowohl für den Rollerführerschein als auch für den Autoführerschein.
Da diesen Text aber vielleicht auch Personen lesen, die noch keinen Führerschein haben, kurz ein paar Hintergrundinfos zum Schulterblick.

Jeder moderne Roller verfügt über 2 Seitenspiegel, genau wie auch jedes moderne Auto 2 Seitenspiegel und noch einen Innenspiegel besitzt. Wozu also noch einen Schulterblick, wenn man durch die Spiegel doch alles hinter sich sehen kann ? Ganz einfach, man kann eben nicht alles hinter, bzw. schräg hinter sich sehen, der Grund dafür ist der sogenannte tote Winkel.
Der Schulterblick ist bei jedem, wirklich jedem, Spurwechsel nötig um sich zu vergewissern, dass kein anderes Fahrzeug sich grade schräg hinter dem eigenen Fahrzeug befindet. Der Seitenblick kann nämlich nur klären, ob sich ein Fahrzeug neben einem selbst befindet, der Blick in den Spiegel zeigt, was sich hinter dem eigenen Fahrzeug befindet. Zwischen diesen beiden Orten, also wie schon erwähnt, schräg hinter einem selbst, befindet sich der tote Winkel, den der bzw. die Spiegel nicht abdecken können.
Jedes Jahr passieren viele Unfälle aus dem toten Winkel heraus verursacht, die durch einen einfachen Schulterblick hätten vermieden werden können.
Der Schulterblick ist dabei auch kein Verkehrsrisiko, im Gegenteil, er erhöht die Sicherheit, denn ein kurzer Schulterblick ist schneller ausgeführt als ein Blick auf den Tacho um die Geschwindigkeit abzulesen. Es spielt bei dem Schulterblick nämlich keine Rolle, was dort hinten zu sehen ist, es geht nur darum, ob sich dort ein Fahrzeug befindet oder nicht, anschließend geht der Blick sofort wieder gradeaus und man kann den Spurwechsel vornehmen.