13.02.2015 12:05

Die Schwalbe fliegt wieder


Der Elektrorollerhersteller Govecs lässt den Ostklassiker als E-Roller wieder fliegen. Die Wiederbelebung war schon lange geplant, doch mangels Investoren geriet das Vorhaben immer wieder ins Stocken. Nun hat die Firma Govecs sich dem Vorhaben angenommen und hat die damals beliebte Schwalbe wieder zum Fliegen gebracht.


Angetrieben wird die Schwalbe von einem Wechselstrommotor mit Riemenantrieb. Eine Lithiumionen-Batterie liefert die nötige Energie. Es wird ein Scooter mit 4 und einen mit 6 kW Leistung geben. Weitere technische Details sind noch nicht bekannt. Die Vorstellung des verschlankten Ost-Klassikers wählte das Münchner Unternehmen zum 25. Jahrestag des Mauerfalls und zum 50. Geburtstag der Schwalbe auf der EICMA in Mailand im November letzten Jahres. Die Markteinführung ist für die zweite Hälfte des Jahres 2015 geplant.


Die Freude auf die neue Schwalbe hält sich allerdings in Grenzen, so wird der fehlende 2-Takt-Motor bemängelt und die weniger PS, welches der E-Roller jetzt hat. Weiterhin vermutet man, dass der fehlende Fahrspaß auf der Strecke bleiben wird. Wie man aus Kommentaren lesen kann, wird generell dem 2-Takt-Motor nachgetrauert, so schrieb ein User, dass es viele Möglichkeiten gegeben hätte, diesen effizienter zu machen. Als Beispiel wird: Weg vom Vergaser, hin zur digitalen Einspritzung geschrieben.


Das Unternehmen Govecs hat den 2. Platz bei der Telekom-Aktion „Champs for Champs“ belegt. Als Schirmherren dieser Aktion der Telekom treten die Weltklasse-Boxer Wladimir und Vitali Klitschko in den Ring. In Zusammenarbeit mit der „Bild“-Zeitung werden kleine und mittelständische Unternehmen für herausragende Geschäftsideen ausgezeichnet. Die Bewertung erfolgt durch eine Fachjury und zahlreichen Online-Fans. Über 1000 Unternehmen nahmen an der Aktion teil, bei der Govecs den 2. Platz erreichte. Thomas Grübel, der CEO von Govecs sagte damals unter anderem zum zweiten Platz: „Mit dem Gewinn können wir das Thema Elektromobilität dank prominenter Unterstützung weiter vorantreiben. Die Aufmerksamkeit im Markt ist derzeit sehr hoch.“ Govecs erhielt für den 2. Platz eine Anzeige im „Münchner Merkur“. Weiterhin 10 Großflächenplakate, auf denen durch die Klitschko-Brüder das Unternehmen Govecs präsentiert wurde. Diese Werbeflächen wurden rund um den Münchner Firmensitz ausgestellt.



 

02.05.2014 18:51

Frühling, Sommer, Sonne und die Schwalben kommen


Immer wieder sehe ich eine Schwalbe. Nein, keinen Vogel, sondern der Kult-Roller aus dem Osten. Und es werden wieder mehr.
Neben dem Trabbi, der Simson als Moped, der MZ als Motorrad ist die Schwalbe ein Kleinroller, welcher zu DDR Zeiten in Suhl gebaut wurde. Heute wirkt die Schwalbe, neben den modernen Rollern, wie ein Gefährt aus einer anderen Zeit.


Das Grundkonzept geht auf die 50er Jahre zurück und verfügt heute über einen entsprechenden Kultfaktor und das nicht nur in der ehemaligen DDR.
Die Schwalbe wurde von 1964 bis 1986 in 3 Generationen gebaut. 
1964-1967 war es die KR 51, von 1968-1980 wurde die KR 51/1 und von 1980-1986 die KR 51/2 gebaut.

Es gab stets einen Grundtypen und einen Grundmotor. Dieser besitzt nur 3 Gänge, reibungsgedämpfte Federbeine und bescheidenes Licht (15 Watt). Ab 1980 gab es schon 25 Watt. Typische Farben waren, orange, pastellgrün und das bekannte Schwalbe-Blau. Ab 1984 wurden die Schwalben in saharabraun oder ockerbraun produziert. 
Von 1964 - 1971 wurde der Grundtyp mit einer Handschaltung gebaut.


Das erste Sondermodell, die KR 51/1 S hatte eine Halbautomatik und kam 1971 auf den Markt. Hier musste man nicht kuppeln, sondern konnte mit der Schaltwippe die Gänge wählen. Es ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, die Beschleunigung ist langsamer, aber man kann dafür sehr entspannt durch den Stadtverkehr knattern. Weiterhin kann das Modell mit verchromten hydraulisch gedämpften Federbeinen punkten. Das Modell wurde von 1971 - 1977 in Olivgrün und von 1978-1980 in Kirschrot gebaut. Dieses Sondermodell gilt als Geheimtipp unter den Liebhabern.

Natürlich hat die Schwalbe auch Geschwister. Es gab schließlich eine ganze Vogelserie. Die Schwalbe wurde am häufigsten und längsten gebaut und ist somit das bekannteste Modell.
Der Mockick-Bruder ist der "Star", technisch sind die Modelle identisch, sie unterscheiden sich nur in der Mokick-Optik. Gebaut wurde der Star von 1964-1975. 

Der große Bruder ist der "Sperber", den gab es von 1966-1972. Der hat einen größeren Motor und schafft 75 km/h. Hier zu beachten, das der richtige Führerschein vorhanden ist.
Von 1972-1975 wurde der Sperber dann als Habicht weitergebaut. Er wurde auf 60 km/h gedrosselt und war somit Autoführerschein-tauglich. 

Der kleine Bruder war der "Spatz", gebaut von 1964-1970. Dieser hatte nur 1 Sitz und 2 Gänge und schaffte die 50 km/h.