29.08.2012 17:23

Ein Gewindeguide für Bastler

Heute beschäftigen wir uns hier mal wieder mit einem technischen Thema, das vor allem die Schrauber unter den Lesern interessieren dürfte. Wir halten diesen Beitrag aber wie immer eher allgemein, damit auch Neulinge im Schrauberbereich etwas mit dem Guide anfangen können und eben nicht nur Bahnhof vor lauter Fachbegriffen und übertriebener Korrektheit verstehen.
Heute soll es einmal um das Gewindeschneiden gehen. So viel gibt es zu dem Thema, zumindest wenn man allgemein bleiben möchte, gar nicht zu sagen, doch für die Schrauber, die sich noch nie mit dem Thema befassen mussten, oder sich einfach nicht getraut haben, ist dieser kleine Guide genau das Richtige.

Prinzipiell ist es egal, wo man ein Gewinde benötigt und auch der Grund dafür ist eher zu vernachlässigen, die Vorgehensweise ist immer die Gleiche, egal ob nun im Bereich des Motors, an der Verkleidung, Im Bereich Sitz oder Beleuchtung, überall wo man ein Bauteil anbauen kann, welches verschraubt wird, kommt die gleiche Technik zum Einsatz.

Benötigt werden natürlich ein Gewindeschneider, ein Windeisen in den der Gewindeschneider eingespannt wird, ein Werkzeug zum Entgraten,  eine Bohrmaschine und ein passender Bohrer. Was den passenden Bohrer angeht gibt es verschiedene Möglichkeiten. Einmal den ganz einfachen Weg, man nimmt einfach einen Bohrer, der eine Nummer kleiner (mm) als der Gewindeschneider bzw. das Loch inkl. Gewinde später sein soll.
Natürlich gibt es auch eine professionelle (und einige werden sagen "richtige") Variante. Es gibt nämlich für jede Gewindeschneidergröße auch eine passende Bohrergröße. Nach der einfachen Variante würde man z.B. für einen 5er Gewindeschneider ein 4mm Bohrer nehmen. Korrekt wäre aber ein 4,2mm Bohrer. Doch sind wir mal ehrlich, welcher Gelegenheitsschrauber hat solche Bohrer in seinem Fundus ?

Nun soll es los gehen. Wie schon oben erwähnt, ist es keine Zauberei, sondern eigentlich recht einfach. Nehmen wir an, wir befinden uns im Bereich  des Motors, oder vielleicht im Fußraum und möchte ein Custom-Part verbauen. Dabei handelt es sich meist um Styling-Parts, die man übrigens in großen Mengen hier in unserem günstigen Roller Online Shop findet.
Als erstes wird natürlich das Loch gebohrt. Hier muss man darauf achten wirklich grade zu bohren, sonst ist die Schraube nachher schief und hält im schlimmsten Fall nicht richtig. Hat man beim Bohren einen Grat produziert kommt das entsprechende Werkzeug zum Einsatz um den Grat wieder zu entfernen. Optimal ist also ein Loch, das grade und ohne Grat gebohrt wird.
Jetzt spannt man den Gewindeschneider in das Windeisen und setzt ihn auf das Loch. Nun wird mit mäßigem (doch nicht zu wenig) Druck der Gewindeschneider gedreht, bis man merkt, daß er greift. Nun dreht man immer ca. 1mm hinein und wieder 1mm heraus, bis man das Gewinde komplett geschnitten hat.
Nun testet man mit der passenden Schraube ob man alles richtig gemacht hat und dann ist man auch schon fertig. Sollte es noch klemmen oder verkannten sollte man sehr vorsichtig beim evtl. Nachschneiden sein, da man auch sehr schnell das Gewinde zerstören kann.

Insgesamt ist es, wie bereits am Anfang schon beschrieben, keine Zauberei ein Gewinde zu schneiden.
Wir hoffen mit diesem kleinen Guide dem ein oder anderen Leser geholfen zu haben und wünschen allen Schrauben viel Spaß bei ihren Projekten.



 

28.06.2012 08:29

Bremsbelag auswechseln

Heute, liebe Rollerfahrer, geht es mal wieder um die Schrauber und die, die es werden sollen. Wir widmen uns heute einem Thema, das auf der einen Seite heikel ist, auf der anderen Seite mal wieder einfach als man anfangs denken wird. Es geht um die Bremsbeläge.


Wir möchten heute kurz und knapp erklären, wie man die Bremsbeläge am eigenen Roller schnell selbst wechselt und sich dabei das Geld für die Werkstatt sparen kann. Die passenden Bremsbeläge oder Bremsbacken findet man übrigens für fast alle Roller hier im günstigen Roller-Online-Shop Scooterkay.de.
Also, was braucht man um die Bremsbeläge zu wechseln, natürlich erst einmal abgefahrene Bremsbeläge. Spaß beiseite, wir benötigen neue Bremsbeläge. Diese findet man wie gesagt hier im Shop, am Besten nutzt man hier den Kayfinder um die passenden Bremsbeläge zu finden. Dazu wählt man den Hersteller und das Modell des eigenen Rollers aus und anschließend die Kategorie Bremse. Es erscheinen dann alle kompatiblen Bremsen-Bauteile in einer übersichtlichen Liste. Natürlich muss man darauf achten, dass es sich um die richtigen Beläge handelt, wonach hier nach vorn/hinten unterschieden wird. An dieser Stelle sollte klar sein, dass diese Anleitung nur für Scheibenbremsen gilt, nicht für Trommelbremsen, die bei Scootern mit kleinem Hubraum oft am Hinterrad verbaut sind. Zusätzlich wird eine Zange, und wenn möglich eine Knarre (mit Aufsatz) benötigt, das war es auch schon mit den Anforderungen.


Erst einmal werden die Schrauben am Bremssattel gelöst. Kommt man nicht an den Bremssattel heran, ohne das Rad / die Felge auszubauen, muss man diese Arbeit noch auf sich nehmen und das Rad demontieren. Der Auspuff könnte ebenfalls etwas im Weg sein, muss aber keinesfalls demontiert werden, hier muss man sich evtl. einfach nur etwas mit dem Arm durchschlängeln. Auf keinen Fall sollte die Bremsleitung abgenommen werden, dies ist nicht nötig, es genügt die Schrauben zu lösen.
Bei einigen Modellen ist der Sattel / die Schrauben noch mit einem Bolzen oder einer Metallklammer gesichert, diese müssten dann ebenfalls vorher entfernt werden.


Hat man die Schrauben gelöst, kann man die alten Beläge auch schon entfernen. Bevor man nun aber einfach die neuen Beläge einlegen will, das geht nämlich nicht so einfach an dieser Stelle, muss der Bremskolben zusammengedrückt werden. Hier kommt die Zange zum Einsatz. Hat man die Bremskolben zusammengerückt, empfiehlt es sich diese mit etwas Kupferpaste einzuschmieren, genauso auch die Rückseite der Beläge. Auf keinen Fall sollte hier etwas von der Kupferpaste auf die Vorderseite der Bremsbeläge gelangen. Die Paste dient dazu, dass die Beläge sich nicht festsetzen können und beim nächsten Mal einfach entfernt werden können. Nun setzt man also die neuen Beläge ein und setzt auch wieder Bolzen bzw. Klammer an.
Natürlich muss man auch die vorher gelösten Schrauben wieder fest anziehen, wie sollen die neuen Beläge auch sonst halten.


Hat man dieser Schritte alle durchgeführt, muss evtl. noch das Rad wieder montiert werden und man ist quasi fertig. Einige kräftige Züge an der Bremse festigen die Kolben an den neuen Belägen. Auf den ersten Kilometern sollte man nicht stark Bremsen, da sich neue Bremsbeläge erst einmal einfahren, müssen bevor sie die volle Leistung zur Verfügung haben. Man sollte sich also auf einen etwas verlängerten Bremsweg einstellen, während man den Roller frisch nach der Montage der neuen Beläge fährt.


Es handelt sich hier nur um eine grobe Anleitung, die nur von Personen durchgeführt werden sollte, die sich mit der Materie auskennen. Wir können keinerlei Haftung übernehmen, sofern die Bremsen falsch montiert werden.