01.08.2014 11:17

Unfall bei der Probefahrt, was nun?


Was passiert, wenn es bei der Probefahrt zu einem Unfall kommt? Wer haftet für den entstandenen Schaden? Ist der Unfall durch den Fahrer verschuldet oder durch eine dritte Person? Was passiert dann?

Man hat den Scooter gesichtet und nun kommt die Probefahrt.

Hat der Verkäufer auf Mängel hingewiesen, was das Fahren beeinträchtigen könnte?
Oder hat der Verkäufer nur auf die Vorzüge des Scooters hingewiesen? Sprich keine verschlechterte Fahreigenschaft erwähnt?

Spielen wir doch mal ein Szenarium durch, um die Haftungen zu verdeutlichen.

Karl (Verkäufer) will seinen Scooter verkaufen. Manfred (Käufer) braucht einen Neuen. Nach einem kurzen Gespräch beginnt die Probefahrt. Allerdings ist diese nach 150 m schon beendet, denn Manfred hat die Kurve nicht bekommen und ist in einem Vorgarten gelandet.

Wer zahlt jetzt die Schäden?
Erst mal steht grundsätzlich derjenige in der Pflicht, der ihn schuldhaft verursacht hat. In unserem Fall Manfred, da er gefahren ist.

Ist Karl ein Händler, kann Manfred davon ausgehen, dass die Probefahrt versichert ist. Das wird meist stillschweigend hingenommen. Dies bedeutet, dass der Händler bzw. Verkäufer die Schäden selbst zu tragen hat, wenn Manfred leicht fahrlässig mit dem Scooter umgefallen ist.
Anders sähe es aus, wenn Manfred grob fahrlässig gehandelt hat. Wenn er z.b. angetrunken, durch Medikamenten- oder Drogeneinnahme eigentlich nicht in der Lage ist, den Roller zu bewegen. Leider ist dies nicht immer für den Verkäufer ersichtlich. Aber in dem Fall ist Manfred für den Schaden zuständig und muss ihn bezahlen.

Ist Karl aber eine Privatperson, gilt meist die Regel, und so sieht es ein Teil der Richter: Wer einen Schaden verursacht, egal ob grob oder leicht fahrlässig muss diesen ersetzen.
Der andere Teil der Richter meint, wenn zwischen Karl und Manfred (beide Privatpersonen) der Haftungsausschluss stillschweigend vereinbart worden ist, ist Karl in der Pflicht den Schaden zu übernehmen.
Stillschweigende Hinnahme bedeutet, dass es keine schriftliche Einigung im Falle eines Unfalles oder eine mündliche, (am besten unter Zeugen für beide Seiten) Absprache gegeben hat.

Man erkennt schon, dass es nicht so einfach ist, Schuld und Übernahme des Schadens zu klären. Aber wie bei vielen Dingen kann man dieser Situation einfach aus dem Weg gehen, indem man im Vorfeld einige Punkte beachtet:
Käufer und Verkäufer sollten im Vorfeld und das am besten schriftlich die Haftungsfrage klären.
Diese könnte wie folgt aussehen:
Zwischen Karl (Verkäufer) und Manfred (Käufer) wird hiermit vereinbart, dass Manfred auch bei Schäden, welche er leicht fahrlässig verursacht hat, haftet. Indem Fall steht Karl nicht in der Pflicht, den Schaden zu übernehmen.
Andere Beispiele lassen sich auch im Internet finden.

Allerdings ist noch eine kleine Frage der Haftung zu klären, wer zahlt die Schäden im Vorgarten? Der Eigentümer befindet sich in der glücklichen Lage, zwischen 3 Möglichkeiten der Bezahlung zu wählen. Zum einen kann er den Schaden, bei Karl oder bei Manfred, aber auch bei der Haftpflichtversicherung des Motorrollers geltend machen. Die Regel ist, dass die Versicherung in Anspruch genommen wird. Also letztendlich geht die Haftung an Karl, dem Versicherungsnehmer. Dieser verliert damit seinen Schadensfreiheitsrabatt bei seiner Versicherung und muss demzufolge bei dieser mehr zahlen. Er könnte diesen Rückstufungsschaden bei Manfred geltend machen. Hierbei richtet es sich allerdings danach, ob Manfred grob oder leicht fahrlässig gehandelt hat oder ob ein Haftungsausschluss vorlag oder nicht.

Dies ist natürlich ein fiktiver Fall und nicht als Referenz zu sehen. Aber wenn man einige genannte Punkte beachtet, kann man sich schon viel Ärger ersparen.
In diesem Sinne wünscht der günstige Onlineshop Scooterkay Ihnen einen reibungslosen Kauf / Verkauf ihres Scooters und viel Freude mit dem Geld oder mit dem neu-erworbenen Gefährt.



 

23.07.2014 21:11

Was bei einer Probefahrt beachtet werden sollte


Als Käufer will man ja nicht die Katze im Sack kaufen. Daher sollte nicht nur die augenscheinliche Überprüfung des Rollers durchgeführt werden, sondern auch die praktische, in Form einer Probefahrt.

Bevor diese stattfindet, sind von der Seite des Verkäufers sicher einige Schritte notwendig um sich im Falle eines Unfalles zu schützen. Daher nicht wundern oder gar ablehnen, wenn der Verkäufer folgende Dinge im Vorfeld verlangt oder abklärt. Denn im Falle eines Diebstahls oder Unfalles muss sich der Käufer für einen Anspruch bei der Versicherung absichern.

  • Er wird womöglich den Ausweis verlangen, diesen kopieren oder die wesentlichen Daten abschreiben. Diese sollten vom Käufer auch schriftlich bestätigt werden.
  • Er wird sich den Führerschein zeigen lassen und diesen eventuell kopieren.
  • Er kann eine Kaution verlangen, diese entspricht in der Regel 10% vom angepeilten Kaufpreis.
  • Es sollte eine schriftliche Vereinbarung im Falle eines herbeigeführten Schadens bei der Probefahrt vereinbart werden. Die Vereinbarung enthält im Normalfall den Kaufpreis. Hier ist es sinnvoll vorher gesichtete Schäden, zb. Kratzer mit zu erwähnen.


Sind die Formalitäten geklärt, kann die Probefahrt beginnen, auf folgende Dinge sollte geachtet werden bzw. während der Fahrt überprüft werden

  • Der Motor sollte immer im kalten Zustand gestartet werden
  • Im Stand die Gasannahme überprüfen. Dreht er hoch, ohne zu ruckeln? Hört sich der Scooter sauber im Standgas an?
  • Steigt im Standgas blauer Rauch aus dem Auspuff auf? Dies ist ein Hinweis auf undichte Ventilschaftdichtungen. Während der Fahrt austretender blauer Rauch, insbesondere beim Beschleunigen weist hingegen auf verschlissene Kolbenringe hin.
  • Im Standgas und beim Fahren, sind auf Motorvibrationen zu achten. Starke Schwankungen weisen auf falsche Einstellungen der Zündung, des Vergasers oder der Ausgleichswelle hin.
  • Bei einer geringen Motorleistung kann eine Fahrt mit Höchstgeschwindigkeit eventuelle Ölkohleablagerungen im Auspuff bereinigen.
  • Der Druckpunkt des Bremshebels sollte sich bei direkt aufeinanderfolgenden Bremsvorgängen sich nur unwesentlich verändern.
  • Die Lenkung sollte leichtgängig sein und sich auch nicht verhaken. Dies deutet auf ein defektes Lenkkopflager hin.
  • Wer es sich zutraut bei 60-70 km/h die Lenkerenden loszulassen, kann die Spureigenschaft überprüfen. (Die Hände sollten aber immer griffbereit sein, also nicht auf den Beinen abgelegt, oder an der Seite hängen lassen). Zieht der Roller stark in eine Richtung, kann ein Defekt an der Telegabel vorliegen oder der Rahmen könnte verzogen sein. Auch das "Lenkerflattern" kann bei diesen Geschwindigkeiten überprüft werden.
  • Die eingetragene Höchstgeschwindigkeit sollte nicht überschritten werden können. Wenn doch, ist davon auszugehen, dass der Roller getunt ist.
  • Diese Test oder auch Slalomfahrten, starke Abbremsungen sollten nur auf ebenen, unbelebten Straßen durchgeführt werden.




Sollten nach der Probefahrt Zeifel auftreten, dann den Kauf nicht überstürzen, sondern lieber davon zurücktreten. Es gibt sicher noch andere Angebote, wo das Bauchgefühl angenehmer ist.



 

07.02.2014 10:00

Umfrage bei 1.000 Bundesbürgern - Zahlen und Fakten


37% der Bundesbürger beschäftigen sich mit dem Kauf eines Zweirades.
Ob nun Motorrad, Motorroller oder einem Quad, alles was mindestens 2 Räder hat ist bei jedem 4. Bundesbürger interessant. 7% planen die Anschaffung schon ganz konkret und 14% haben bereits ein Motorrad, Scooter oder Quad in der Garage zu stehen.
Die Kaufmotive sind dabei recht unterschiedlich. Einigen geht es um die leidige Parkplatzsuche, welche sich mit einem Scooter z.B. einfacher gestaltet, andere wollen auf den Fahrspaß nicht verzichten. Andere ersetzen das Auto ganz mit dem Motorrad. Gerade in Großstädten, wo das Fahrrad zu langsam erscheint, aber mit dem Auto man zu viele Nerven lassen muss, ist ein Zweirrad eine gute Alternative.


Männer geben dabei häufiger mehr Geld aus und kaufen auch eher auf Kredit als Frauen. 29% von den Männern würden ihr Zweirad zum größten Teil oder gar vollständig finanzieren, bei den Frauen sind es 21%. Viele Händler wissen das natürlich und arbeiten mit Credit-Banken zusammen. Damit kann sich jeder den Traum vom Zweirrad erfüllen.


Motorroller sind bei den Deutschen noch am beliebtesten, die Allrounder bzw. Sporttourer stehen auf Platz 2 und auf Platz 3 kommen die Touren-Motorräder und die Quads.
Die Scooter/Motorroller sind ein guter Einstieg in die Welt des Zweirades. So sind diese sehr beliebt, da Jugendliche sie bereits mit 16 Jahren fahren dürfen und sie lernen bis zum Übergang auf die großen Motorräder das Handling und den Umgang mit einem Zweirad.
Den Traum vom Zweirad lassen sich Einige auch richtig was kosten. So würden rund 56% zwischen 2.500 und 10.000 Euro für ein Zweirad ausgeben. Ca. 12% wären bereit auch darüber zu investieren. 32% würden nicht mehr als 2.500 Euro ausgeben.