07.08.2014 11:50

Kann der Reifen die Tachoanzeige beeinflussen?


Ganz pauschal erst einmal: Ja.

Aber vorweg:
In der heutigen Zeit ist es immer noch ein Problem, das die Tachos sehr ungenau gehen. Denn fast alle zeigen zu viel Geschwindigkeit an. Die meisten der 50er Scootertachos zeigten ca. 10 km/h zu viel an, einige sogar bis zu 15 km/h. Dies nennt man Voreilung.
Der Gesetzgeber schreibt diese vor. So ist sichergestellt, dass bei den Tachos nie zu wenig angezeigt wird. Eine Voreilung ist gesetzlich mit 10% + 4 km/h zulässig. Bei 60 km/h darf somit die Voreilung bis zu 10 km/h betragen (10% = 6 km/h + 4 km/h), bei 100 km/h sind es dann schon bis zu 14 km/h. Diese hohen Toleranzwerte gehen auf die Angleichung der europäischen Bauvorschriften zurück. Die ECE R-39 Richtlinie beschreibt dies ausführlich.

Zu beachten ist, dass ein Reifen bzw. der Reifenumfang auch die Tachogenauigkeit verändert. Ein abgefahrener, alter Reifen hat bekanntermaßen weniger Abrollumfang. Ein alter Reifen muss sich bei gleicher Geschwindigkeit öfter drehen, als ein neuer. Daraus ergibt sich, dass der Tacho mehr anzeigt. Das Ausgangssignal für den Tacho liefert der Reifen durch seine Umdrehung. Ein Toleranzbereich ab 1,5 % bis 2,5 % ist produktionstechnisch im Reifenbau beim "Abrollumfang" zulässig. In dieser Größenordnung liegt auch die Geschwindigkeitsabweichung am Tacho, welche durch einen alten Reifen hervorgerufen wird. Durch den Reifenverschleiß ändert sich zwangsläufig der Abrollumfang.
Eine um 3 mm verringerte Reifenprofiltiefe kann da schon bis zu 1% Abweichung führen. Auch der "Schlupf" zwischen dem Reifen und der Fahrbahn, sowie der Reifenluftdruck können sich messbar an der Tachoanzeige auswirken. Und so geht es ganz schnell, dass zusätzlich zur gesetzlichen Voreilung eine weitere Erhöhung der Tachoanzeige gegeben ist. Und das können ganz schnell bis zu 5 % sein.

Daher lieber einmal zu viel den Reifen überprüfen, als zu langsam gefahren. Denn unsere gefahrene Geschwindigkeit ergibt sich aus unserer Tachoanzeige. Allerdings bringt ein alter, abgenutzter Reifen, welcher noch einen falschen Luftdruck hat nicht nur eine verfälschte Tachoanzeige, sondern erhöht auch das Unfallrisiko.

Einen neuen Rollerreifen bekommt ihr in unserem günstigen Onlineshop Scooterkay.de.



 

08.07.2014 11:25

Reifenwechsel


Natürlich gibt es nicht nur für Autos, sondern auch für Motorrad und Roller eine gesetzliche Mindestprofiltiefe. Diese liegt bei 1,6 mm. Allerdings sollte man diese nie ganz ausreizen, sondern die Reifen schon vorher wechseln. Ansonsten sind die Gripeigenschaften auf nasser Fahrbahn, bzw. bei schlechten Wetterverhältnissen nicht mehr gegeben.

In unserem günstigen Roller-Webshop kann der richtige Reifen schnell gefunden werden. Dies geschieht im Kayfinder über die Marke, dann die Modell Eingabe und im dritten Feld muss dann Räder und Reifen ausgewählt werden. Und schon sind alle vorhandenen Reifen und Räder aufgelistet und es muss nur noch die Richtige Wahl getroffen werden.

Die Reifen sollten ständig kontrolliert werden. Ein leichter, unachtsamer Kontakt mit der Bordsteinkante oder ein nicht gesehenes Schlagloch kann dem Reifen schon Schaden verursachen. Ist ein Reifenschaden entdeckt sollte nicht unachtsam und drauflos geflickt werden, denn nur ein Sachverständiger kann beurteilen, ob ein Reifenschaden repariert werden kann. Entweder also den befragen oder den Reifen besser austauschen. Auch der Abrieb ist ein Hinweis darauf, das der Reifen gewechselt werden sollte. Eine Abweichung im Abrieb haben häufig mechanische Ursachen und ein falscher Luftdruck.
Hat man einen langlebigen Reifen, welcher keinen Schaden genommen hat, die Mindestprofiltiefe nicht erreicht ist, oder der Abrieb in Ordnung ist, könnte man ihn jahrelang fahren: FALSCH.
Ein Reifen sollte nicht nur bei Schäden gewechselt werden, sondern auch, wenn das Alter erreicht ist. Ein Reifen sollte höchstens 5-6 Jahre gefahren werden, wenn keine weiteren Schäden vorhanden sind. Allerdings sollte diese Zeit nicht gänzlich ausgereizt werden.
Ist der Reifen gewechselt, sollte dieser keine zu starke Fahrweise (Beanspruchung) ausgesetzt werden. Denn erst nach 300 bis 500 Kilometer Laufleistung gilt ein neuer Reifen als eingefahren.



 

28.03.2012 13:25

Der Saisonstart

Frühling - Saisonstart

 

 

 

Mit den ersten Sonnenstrahlen beginnt auch wieder das große Kribbeln. Wenn man den Roller über Winter eingemottet hat, freut Mann oder Frau sich jedes Jahr aufs Neue auf den Saisonstart.
Aber bevor die erste Tour gestartet wird, sollten beide ihren Motorroller, den Scooter, die Vespa nach dem 10 Punkte Plan durchchecken. Dies dient nicht nur der Langlebigkeit des Rollers, sondern auch der eigenen Sicherheit.

 

 

 

 

10 Tipps für den Saisonstart


1. Die Batterie

Wenn diese über den Winter ausgebaut wurde und in der Zeit regelmäßig nachgeladen, dann braucht man die Batterie nur wieder einbauen. Ansonsten muss sie jetzt erst geladen werden. Es wird destilliertes Wasser benötigt, dieses bis zur angegebenen oberen Markierung auffüllen und mit einem geringen Ladestrom langsam aufladen. Beim Einbau berücksichtigen, dass erst der Pluspol und dann der Minuspol angeschlossen wird. Die Pole sollten mit etwas Batteriefett eingeschmiert werden, um mögliche Oxidationen vorzubeugen.


2. Die Beleuchtung

Alle Lampen auf Funktionalität überprüfen. Defekte Glühbirnen natürlich austauschen, dabei die Glühbirnen nicht mit den bloßen Fingern berühren, da es dabei zu Fettrückständen auf der Lampe kommt. Diese lassen den Reflektor erblinden, wenn die Glühbirne eingeschaltet wird, bis hin zum Durchbrennen.


3. Die Bremsanlage

Die Bremsbeläge müssen auf Verschleiß überprüft werden. Verschlissene Scheibenbremsbeläge oder die der Trommelbremse müssen und sollten rechtzeitig erneuert werden. Denn neue Bremsbeläge sind billiger als eine komplett neue Scheibenbremse oder Trommelbremse.
Weiterhin sollte die Bremsflüssigkeit kontrolliert werden. Diese muss mindestens einmal im Jahr gewechselt werden. Bei Bedarf diese selbst auffüllen oder von einer Fachwerkstatt auffüllen lassen.


4. Die Reifen

Hier muss die Profiltiefe überprüft werden, laut Gesetz muss diese mindestens 1,6 Millimeter betragen. Allerdings ist es angeraten, dass bei Zweirädern, die Reifen schon ab einer Profiltiefe von 2 mm gewechselt werden sollten. Weiterhin die Reifen auf Fremdkörper oder Beschädigungen überprüfen. Ist alles in Ordnung zum Schluss noch den Reifendruck prüfen und diesen auf den angegebenen Wert in der Bedienungsanleitung auffüllen.


5. Die Seilzüge

Alle Hebel, Gelenke und Bowdenzüge mit Kriechöl einschmieren, hierfür den Zug möglichst aushängen. Aber Achtung! Teflonzüge dürfen nicht geschmiert werden. Das Zündschloss, wie das Lenkschloss, sowie die Sitzbankverriegelung sollten auch etwas Graphitpuder oder -Spray abbekommen.


6. Die Kühlflüssigkeit und das Öl

Beide überprüfen und gegebenenfalls nachfüllen. Altes bzw. älteres Motorenöl erneuern, denn dieses zieht Wasser und verliert die Korrosionswirkung bei längerer Standzeit.


7. Die Zündkerzen

Verkohlte, verstellte oder abgebrannte Elektroden an den Zündkerzen verschlechtern das Startverhalten und kosten zusätzlich Sprit, daher diese unbedingt überprüfen und ggf. erneuern. Kerzenstecker sollte innen mit etwas Kontaktspray eingesprüht werden.


8. Das Starten

Bei längerer Standzeit von mehreren Monaten können Ventile verklebt sein oder Kolbenringe im Zylinder festsitzen. Hier empfiehlt es sich, die Zündkerzen herauszunehmen und mit etwas Sprühöl die Zylinder zu besprühen.
Per Kickstarter oder dem Anlasser sollte dann die Kurbelwelle vorsichtig einige Male gedreht werden. Danach die Zündkerzen wieder einbauen und den Roller starten.


9. Die Hauptuntersuchung

Motorroller, welche einen Hubraum von über 50 ccm haben, müssen alle 2 Jahre zur Hauptuntersuchung. Ohne diese werden abgemeldete Motorroller nicht zugelassen. Nach der Zulassung das Nummernschild sichtbar und sorgfältig befestigen und dazu die Muttern und Schraubenköpfe am besten mit Unterlegscheiben anbringen.  



Gute Fahrt

10. Das Team von Scooterkay.de wünscht eine sichere und gute Fahrt.